Samstag, 17. September 2011

Drei Monate in Bethlehem

Drei Monate werde ich in Bethlehem wohnen, arbeiten, fluchen, schwitzen, rennen, verzweifeln, die Hoffnung verlieren, Tee trinken, Gespräche führen, Menschen kennenlernen, vielleicht ein kleines bisschen Hoffnung zurückerhalten, Erinnerungen fürs Leben gewinnen.
Picture taken by: Maria S. (EAPPI)

Wir sind zu fünft in unserem Team, fünf Menschen aus fünf Ländern. Unsere Wohnung befindet sich 50 Meter von der acht Meter hohen israelischen Sperrmauer entfernt. Die Mauer ist fixer Bestandteil des Alltags der Palästinenser, sie nimmt ihnen Land, sie zwingt sie durch demütigende Checkpoints und sie zerreist Dörfer und Familien. 

Als Ecumenical Accompanier versuchen wir, die Palästinenser in ihrem schwierigen Alltag zu begleiten und ihn wo möglich etwas zu erleichtern, wir dokumentieren Menschenrechtsverletzungen und versuchen das Bewusstsein für die fatalen Auswirkungen der israelischen Okkupation zu steigern. 

In diesem Blog will ich Dinge notieren, die mir in diesen drei Monaten in der Westbank auffallen werden, kleine Dinge oder auch grosse Dinge. Um einen kleinen Beitrag gegen das Vergessen zu leisten.

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